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Nachtjäger mit Ultraschall und Echolot

Fledermäuse orientieren sich bei ihren nächtlichen Beuteflügen durch ein "biologisches" Echoortungssystem. Durch Maul oder Nase stoßen sie Ultraschallrufe aus, die für den Menschen nicht hörbar sind. Aus den reflektierten Echos machen sie sich
ein "akustisches Bild" von ihrer Umgebung.
Sie sind die einzigen Landsäugetiere die das können. Abendsegler können dabei sogar die Lautstärke eines Presslufthammers erreichen. In bekannten Arealen können Fledermäuse sogar in stockfinsterer Nacht auch ohne Ultraschall fliegen. Sie orientieren sich dann ausschließlich nach ihrem hervorragenden räumlichen Gedächtnis.
NordfledermausKleine Hufeisennase
Es sieht zwar etwas gefährlich aus, dient aber nur zur Orientierung: Glattnasenfledermäuse, wie die Nordfledermaus stoßen ihre Orientierungslaute
durch das weit geöffnete Maul aus.
Hufeisennasenfledermäuse, wie die Kleine Hufeisennase senden ihre Orientierungslaute durch die Nase aus. Die eigentümlich geformten Nasenaufsätze dienen zur exakten Echoortung.
Ortungsrufe-Schema
Ortungsrufe werden von einem Nachtfalter reflektiert. Gehörsystem und Gehirn der Fledermaus verarbeiten die zurückkehrenden Echos.
nach SCHOBER & GRIMMBERGER (1998)