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Bechsteinfledermaus im Winterschlaf

Bechsteinfledermaus im Winterschlaf. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit in den Winterquartieren sind die Fledermäuse oft mit Wassertropfen bedeckt.

Junge Fransenfledermaus

Insektenfänger: Im Winter faul - im Sommer fleißig

Den Winter verschlafen die Fledermäuse. Während des Winterschlafs sind alle Körperfunktionen auf ein Minimum reduziert und der Engergieverbrauch ist sehr gering. Normalerweise reichen die im Herbst angelegten Fettreserven als Energievorrat bis zum Aufwachen im nächsten Frühjahr aus. Mehrfache Störungen oder lange Frostperioden in den Winterquartieren können aber zum Tod der Tiere führen, denn jedes Aufwachen ist mit einem hohen Energieverbrauch verbunden.

Aktive Fledermäuse haben einen hohen Energieumsatz. Der tägliche Nahrungsbedarf der Fledermäuse liegt zwischen einem Viertel und einem Drittel ihres Körpergewichts. Da sie sich ausschließlich von Insekten ernähren, haben sie eine wichtige Funktion als biologische "Schädlingsbekämpfer".

Fledermauskot auf Dachboden Bild links: So viel Fledermauskot unter dem Hangplatz einer Kolonie des Großen Mausohrs sind heutzutage fast nur noch auf alten Bildern zu sehen.
Fledermauskot ist leicht von Mäusekot zu unterscheiden: Er ist trocken und krümelig und besteht ausschließlich aus unverdauten Insektenteilen.
Bild rechts: Kalte und verregnete, insektenarme Frühjahrs- und Sommermonate haben den Tod vieler, vor allem junger Fledermäuse zur Folge. Wegen ihrer niedrigen Vermehrungsrate (nur ein Junges pro Jahr, seltener Zwillinge) und einer recht niedrigen durchschnittlichen Lebenserwartung (vier bis fünf Jahre) können Fledermäuse negative Umwelteinflüße nur schwer ausgleichen.