Brandtfledermaus

Ihr typisches Quartier befindet sich unter Holzverschalungen vornehmlich an Häusern, selten an Scheunen. Typisch dabei ist die Kombination aus Holz und Wand, nur in zwei Fällen fanden sich Brandtfledermäuse zwischen zwei Holzwänden. Selten konnten auch meist kleinere Kolonien von 5 - 20 Tieren unter Balken und Hauswand oder unter Fensterläden gefunden werden. Die Brandtfledermäuse verursachen aufgrund ihrer Quartierwahl öfter Probleme. Der Fensterbank und Fenster verschmutzende Kot und Urin führt manchmal zu einer Ablehnung der Tiere. Die Beratungsgespräche mit den Quartierbesitzern sind besonders in diesem Zusammenhang sehr wichtig. Verbreitungsschwerpunkt im Bayerischen Wald sind die mittleren Lagen bis über den Vorwald hinunter an die Donau. In den höheren Grenzlagenlagen wurde keine Wochenstube, jedoch jagende Tiere - auch über Hochmooren - beobachtet. Auffallend ist das regelmäßige Vorkommen in dem Biotop armen Gäuboden (Dungau). In den Jagdbiotopen an Bach und Flussläufen ist die Brandtfledermaus regelmäßig aber nicht häufig zu beobachten. Am Silberberg wurden zur Balzzeit nur wenige Tiere gefangen. Im Winterschlaf sind beide Arten häufig.